Während die Finanzwelt noch versucht, den massiven Silber Kurssturz vom 30. Januar zu verdauen, braut sich hinter den Kulissen etwas weitaus Gefährlicheres zusammen. Der "Papier-Crash" hat eine Dynamik ausgelöst, die den physischen Silbermarkt in eine beispiellose Enge treibt.
Es gibt beim physischen Silber derzeit zwei Ebenen: Das Privatanleger-System mit Münzen und kleinen Barren mit höheren Aufschlägen, sowie das institutionelle System für Großabnehmer (Bestellungen ab 20 Mio. USD). Wenn die Aufschläge (Prämien) für die Institutionen stark steigen, dann brennt die Hütte – und genau das beobachten wir jetzt.
Um die Ernsthaftigkeit der Lage zu verstehen, muss man sich die Silber Lagerbestände der drei wichtigsten Handelsplätze ansehen:
Trotz der extremen Knappheit drückten gehebelte Leerverkäufe den Preis am 30. Januar um bis zu 40 % nach unten. Doch dieser künstliche Preisdruck wirkt wie ein Brandbeschleuniger für die physische Nachfrage. Investoren flüchten aus Papierversprechen in echtes Metall. Besonders in Indien, China und Dubai fließt das Silber zu deutlich höheren Preisen ab, als der "offizielle" Spotpreis suggeriert.
Ein oft unterschätzter Faktor: Rund 60 % der weltweiten Silber-Raffineriekapazitäten liegen in China. Durch das bevorstehende chinesische Neujahrsfest wird die Produktion für etwa zwei Wochen pausieren. In einem Markt, der ohnehin kein physisches Material mehr hat, könnte dies der letzte Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. Zusätzlich wird während Chinese New Year auch sehr wenig gehandelt in China und weiteren asiatischen Ländern wie Singapur, was zeitweise zu einem niedrigeren Silberpreis und damit zu einem noch stärkeren Abverkauf führen könnte.
Die mathematische Realität ist einfach: Wenn der Spotpreis nicht deutlich steigt, um Angebot und Nachfrage auszugleichen, wird das System der Papier-Märkte (LBMA/COMEX) früher oder später mit einem Lieferausfall (Default) konfrontiert. Wir erwarten:
Die Ereignisse zeigen deutlich, dass ein niedriger Preis auf dem Papier nicht bedeutet, dass das Metall auch physisch günstig oder verfügbar ist. Wer sich auf Zertifikate verlässt, steht im Ernstfall vor verschlossenen Tresoren.
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Bleiben Sie weitsichtig,
Ihr Nils Gregersen
